Er ist auf Mallorca aufgewachsen und hat Songs für Topic, Robin Schulz und Mark Forster geschrieben: Nico Santos (25). Mit „Rooftop“ hatte er seinen ersten eigenen Hit. Wir haben Nico zum Interview getroffen!

Mit deiner Single Rooftop feierst du ja seit Herbst große Erfolge – wie fühlt sich das an?

Es ist sehr schön, dass man jetzt auch mit den eigenen Songs touren kann und mit der Musik, die man am meisten mag, Erfolg hat.

Hast du mit diesem Erfolg gerechnet?

Rooftop war schon der Song, bei dem ich das beste Bauchgefühl hatte. Als ich Rooftop dann zum ersten Mal auf der Bühne gespielt habe, bekam ich sehr viel positives Feedback und dann war ich mir 100% sicher: Das wird ein Erfolg. Das erste Mal habe ich den Song tatsachlich auf einer Rooftop-Party auf Mallorca performt.

Wann und wo ist der Song entstanden?

In der Musik-Pop-Akademie in Mannheim bei einer Songwriting-Session im April oder Mai 2017. Jedenfalls kurz vor dem Sommer, deshalb ist der Song auch so positiv und uplifting geworden. Bis ein Song komplet fertig ist ist das harte Arbeit. Bei Rooftop kam die ersten drei Stunden gar nichts heraus, dan aber dafür alles auf einmal. Das coole beim Songwriting ist: Es gibt kein Rezept. Auch ein Song, der in 15 Minute entsteht, kann ein Hit werden. Das ist das spannende!

Du kommst anscheinend aus einer sehr musikalischen Familie …

Mein Papa war Jazz-Musiker, hatte auch einen eigenen Schallplattenladen und meine Mama war Grunge-Gitarristin bei einer Frauenband. Als ich zwei Monate alt war, snd wir nach Mallorca gezogen und dort hatte mein Papa ein eigenes Studio und da gingen jeden Tag Musiker ein und aus. Das saugt man als Kind unglaublich ein.

Was waren deine ersten musikalischen Gehversuche?

Mein Papa hat ein Kinderhörspiel gemacht, da habe ich mit fünf Jahren Songs wie “Mein Teddy” gesungen. Aber so richtig losgegangen ist es, als ich eine Kassette von Michael Jackson bekommen habe. Er wird immer mein Lieblingskünstler sein. Mit sechs Jahren habe ich begonnen, Klavier zu spielen und mit 17, nach dem Abi (Matura) war ich Live-Entertainer in einem Hotel. Die ersten Sachen für andere Künstler habe ich vor drei Jahren geschrieben, als ich nach Berlin gezogen bin – für Bushido und Shindy, dann kam Mark Forster dazu. Das waren die ersten großen Sessions.

Wie war deine Zeit als Hotel-Entertainer?

Das war lustig! Ich war mit Abstand der Jüngste und es gab verschiedene Theme-Abende: Montag war ich Michael Jackson, Dienstags Falco, bei der White Night habe ich weiß angezogen am Klavier gespielt ,dann gab es eine spanische Nacht … also das war schon eine harte Schule, aber es hat sehr viel Spaß gemacht und war auch wichtig für die Zukunft.

Wenn du an deine Schulzeit zurückdenkst, was kommt dir da als erstes in den Sinn?

Ich hatte die beste Schule, die man sich vorstellen kann: zwei Minuten Fußweg vom Strand. Irgendwann hatte ich in meinem Rucksack nur noch ein Alibiheft, eine Badehose und ein Handtuch. Meistens ist man in der Pause zum Strand gegangen – und oft ist man dann nicht mehr in die Schule zurückgegangen. An meiner Schule war auch Marco Ascencio, der gerade bei Real Madrid als das größte Talent gilt. Als Teenager habe ich mit ihm gekickt und jetzt fliegt er im Privatjet durch die Welt. Da denkt man sich schon: krass!

War Musiker schon immer dein Berufswunsch? Was wolltest du sonst noch gerne werden?

Immer, immer, immer. Mit sechs Jahren wollte ich auch mal Profifußballer werden, aber eigentlich war es immer die Musik.

Wie entscheidest du, welcher Song für jemanden anderes ist und welchen du für dich selbst reservierst?

Meistens schreibt man mit den Künstlern gemeinsam. Mark Forster scheibt zum Beispiel die meisten seiner Texte selber und man hilft ihm dann dabei, seine eigenen Einflüsse zu bringen. Also entweder ich schreibe nur für mich oder ganz bewusst für einen bestimmten Künstler. Aber zum Beispiel die Nummer von Robin Schulz habe ich eigentlich für Topic geschrieben. Der hat sich dann doch für eine andere Single entschieden und dann hat Robin Schulz den Song genommen und ihn auf seine Art produziert.

Mit wem würdest du in Zukunft gerne einmal zusammenarbeiten? Wer sind deine Lieblingsstars?

Auf jeden Fall mit Ed Sheeran – ist ja klar -, und mit Bruno Mars. Freunde von mir haben in LA Songs produziert und im selben Gebäude hat auch Bruno Mars aufgenommen. Und Bruno war immer der erste, der in der Früh ins Studio gegangen ist und der letzte, der am Abend gegangen ist. Immer. Das hat mich sehr inspiriert. Egal, ob man gerade Erfolg hat oder nicht, man muss sich immer hineinknien und hart arbeiten.

Wenn du einen neuen Song geschrieben hast, wem spielst du den als erstes vor?

Meinem besten Kumpel und meinen Eltern auch oft. Mein Kumpel mag die Balladen am liebsten. Aber meistens spiele ich ihm und meinem Manager – der Mann von Sarah Connor – meine Songs vor.

Wie wichtig ist dir das Feedback deiner Fans?

Das war mir bei “Rooftop” ganz wichtig. Ich habe den Song zweimal bei Shows gespielt, bevor er überhaupt erschienen ist – und da kamen so viele positive Rückmeldungen, das war für mich ein gutes Zeichen!

Was war dein nettestes/ungewöhnlichstes Erlebnis mit Fans?

Zwei Fans der ersten Stunde haben Bücher über mich geschrieben – so richtig mit Einband und voller Fantasiestorys über mich: mit Robin Schulz mit Mark Forster, da ist meine Familie dabei, meine Schwester … die haben sich richtig Mühe gegeben und das ist echt cool!

Was sind deine Pläne für 2018?

Bald eine neue Single und im Sommer ein eigenes Album. Im Herbst dann vielleicht eine Tour, das wäre echt geil! Mit eigener Band, darauf freue ich mich echt sehr!

 

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