Er ist einer der wenigen deutschsprachigen Künstler, die schon einmal einen Nummer-eins-Hit in den USA hatten: Felix Jaehn (23). Im Februar ist sein erstes Album “I” erschienen. Wir haben den deutschen DJ zum Interview getroffen!

Felix, was für Erinnerungen hast du an deine Schulzeit?

Ich bin sehr gerne in die Schule gegangen, war auch zwei Jahre lang Schulsprecher. Dort habe ich auch meine erste große Party organisiert, bei der ich auch selber aufgelegt habe – mit Nebelmaschine und allem drum und dran. Wenn man den Popo ein bisschen hochbekommt und die richtigen Lehrer hat kann man in der Schule schon viele coole Sachen machen. Für mich war es eine sehr schöne Zeit.

Hattest du Lieblingsfächer?

Meine Lieblingsfächer waren Sport, Spanisch – auch wenn ich da beim Abitur (Matura) durchgefallen bin), Musik und Englisch. Mein Hassfach war Astronomie, das fand ich richtig unnötig.

Hast du als Kind ein Instrument gespielt?

Ich habe mit sechs Jahren angefangen Geige zu spielen und habe das so sechs, sieben Jahre lang gemacht. Bei einem Adventskonzert hatte ein Mädel Geige gespielt und ich bin nach Hause gekommen und habe gesagt „Das will ich auch!“.

Was waren deine ersten Gehversuche als DJ?

Mit 15 bin ich in den Sommerferien freiwillig für drei Monate in Neuseeland in die Schule gegangen und habe dort auch meinen 16. Geburtstag gefeiert. Da ging es dann immer mehr mit Partys los, bei denen ich mich mit meinem MP3-Player um die Musik gekümmert habe.

Mit welchem Song hast du die Neuseeländer dort besonders beeindruckt?

Das habe ich glaube ich noch nie erzählt, aber ein Song, der immer gut angekommen ist war „Disco Pogo“ von den Atzen (lacht).

Mit 16 hattest du dann deinen ersten größeren Auftritt …

Das war sehr aufregend weil es zum ersten Mal in einer richtigen Disko war. Im Nachhinein war es aber auch echt ein harter Job, weil es von 22 Uhr bis fünf Uhr früh ging. Und man muss die Leute natürlich mit Songs aus allen Musikrichtungen bei Laune halten, damit die Tanzfläche durchgehend gefüllt ist. Und der Lohn waren Getränkebons … das war schon hart.

Wie ist deine Karriere weitergegangen?

Nach der Schule haben es mir meine Eltern ermöglicht, ein Jahr nach London zu gehen. Dort habe ich ein Musikcollege besucht – da ging es dann richtig los. Ich habe mich immer mehr in die Materie vertieft, habe erste Auftritte dort gespielt … das war schon eine spannende Phase.

Du kommst als DJ in der ganzen Welt herum …

Ich führe eine Liste und bin jetzt bei 46 oder 48 Ländern, die ich in den letzten Jahren bereist habe. Was mir noch fehlt ist Japan. Ich wollte schon immer einmal in Tokio auflegen!

Du bist mit dem Remix von „Cheerleader“ sogar in den USA auf Platz eins gewesen. Wie hast du davon erfahren?

Ich war mit meinem Manager zuhause in einer Besprechung und dann habe ich auf mein Handy geschaut und hatte eine Benachrichtigung von Twitter, dass ich in den USA auf Platz 1 war.

Was hat dich dein Publikum bei deinen Live-Shows bisher am meisten beeindruckt?

Das krasseste war eine riesengroße Fahne, auf der mein Kopf gedruckt war – aber nicht nur einmal sondern mindestens zehn mal.

Was ist das tolle daran, als DJ berühmt zu sein?

Was mir am meisten gibt, ist die Interaktion mit meinen Fans. Da muss man dann aber auch aufpassen, das man da nicht irgendwie süchtig danach wird, dass man immer soviel Zuwendung bekommt.

Worauf könntest du verzichten?

Verzichten könnte ich ganz gut auf einige Reisetage. Ich sehe mich auch in weiterer Zukunft nicht mehr um die Welt touren. Also solange ich jung bin und Freude daran habe ist es das coolste, das es gibt. Aber irgendwann möchte ich es auch ruhiger angehen und eine Familie haben.

Was machst du, wenn du einen Tag frei hast?

Wenig (lacht). Viel, viel Ruhe. Ich bin auch ein Genießer, ich koche sehr gerne und relaxe in meinem kleinen Wellness-Bereich mit Dampfbad und Whirlpool. Also so richtig langweilig!

Oft hört man, dass man als DJ ja nur ein paar Knöpfe drücken muss. Wie siehst du das?

Man kann schon ehrlich sagen, dass das Handwerk des DJings leichter zu erlernen ist als Gitarre oder Klavier spielen. Aber als DJ ist man eben der Dirigent des Abends, man füllt eine riesengroße Halle ganz alleine und muss die Leute entertainen. Und das ist dann wenn man es wirklich gut machen will wesentlich mehr als nur Songs abzuspielen. Kreativ findet die Arbeit ja auch vorher im Studio statt, wenn die Songs entstehen, wegen denen man dann als Live-Act gebucht wird.

Interview: Stefan Löffler

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