Sie ist DAS Highlight für jeden Fußballfan: die Fußballweltmeisterschaft. Sie wird alle vier Jahre ausgetragen und über 200 Nationen weltweit versuchen, sich für die Endrunde zu qualifizieren. Doch nur 32 Startplätze werden vergeben. Die österreichische Nationalmannschaft war bisher siebenmal in einer WM-Endrunde vertreten – die letzte Teilnahme liegt allerdings bereits 20 Jahre zurück. Auch für die WM 2018 in Russland konnte sich das Team rund um Ex-Trainer Marcel Koller nicht qualifizieren.

Sogar Spitzenmannschaften wie Italien und die Niederlande werden heuer nicht im Kampf um den Weltmeistertitel mitmischen. Spannend wird es trotzdem. Werden die Experten recht behalten und der Turniersieg geht an Deutschland, Spanien, Brasilien oder Frankreich? Oder kann der amtierende Europameister Portugal mit Joker Cristiano Ronaldo überraschen? Gespannt darf man auch sein, wie Argentinien, England und Belgien abschneiden. In 64 Spielen ist vieles möglich.

Der Pokal
Nur Staatsoberhäupter und Weltmeister dürfen ihn berühren: den FIFA-WM-Pokal. Die Trophäe wird seit 1974 verliehen und zeigt zwei jubelnde Fußballer, die gemeinsam eine Weltkugel halten. Auf der Unterseite des Pokals sind alle Titelträger eingraviert. Der FIFA-WM-Pokal ist 36,8 Zentimeter hoch und wiegt 6,2 Kilogramm. Davon sind fast fünf Kilogramm aus 18-karätigem Gold. Ziemlich wertvoll also. Das ist auch der Grund, warum das Original im Besitz der FIFA bleibt. Bei der Siegerehrung kommt der Pokal zwar zum Einsatz, danach wird er wieder im Fußball-Museum in Zürich aufbewahrt. Die Weltmeister erhalten eine vergoldete Nachbildung.

Ein haariger WM-Held
Von 1930 bis 1970 bekamen die Fußballweltmeister einen anderen Pokal verliehen: den Jules-Rimet-Pokal – benannt nach einem damaligen FIFA-Präsidenten. Vor der WM 1966 in England wurde die begehrte Trophäe bei einer Ausstellung gestohlen. Die Fahndung nach dem Pokal blieb ohne Erfolg und die Aufregung war groß: Eine WM ohne Pokal wäre für England eine große Blamage gewesen. Eine Woche später konnte man den Täter fassen. Ein Hafenarbeiter hatte 15.000 Pfund Lösegeld gefordert – bei der Übergabe wurde der Mann festgenommen. Doch der Dieb wollte nicht verraten, wo er den Pokal versteckt hatte.
So wurde ein Hund namens Pickles zum Helden der WM. Der schwarz-weiße Vierbeiner buddelte bei einem Spaziergang ein verschnürtes Päckchen aus. „Als ich es auspackte, sah ich eine Statue und dann eingraviert die Namen: Deutschland, Uruguay, Brasilien. Ich wusste sofort, was los war“, erzählte der Besitzer des Hundes. Dieser erhielt einen hohen Finderlohn und sowohl Pickles als auch sein Herrchen wurden als Ehrengäste zum Eröffnungsspiel der WM eingeladen.

Geklaut und eingeschmolzen
1970 wurde der Jules-Rimet-Pokal ein letztes Mal verliehen, und zwar an die Brasilianer. Sie durften ihn behalten, weil sie die WM bereits zum dritten Mal gewonnen hatten. So waren die Regeln. 1983 verschwand die Trophäe jedoch aus dem Büro des brasilianischen Verbandes. Die Diebe überwältigten einen Wachmann und nahmen die sogenannte Goldene Göttin mit. Die Gauner wurden zwar gefasst, aber der Pokal ist nie wieder aufgetaucht. Wahrscheinlich wurde er eingeschmolzen. Beweise dafür gibt es allerdings nicht.

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