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Schwer bewaffnet

Kasuar_Warnung © ShutterstockKasuar © Dezidor_Wikimedia Commons
Der Kasuar schützt sich mit Helm und Dolch. Seine Waffen sind tödlich - auch für Menschen.
Nur wenige Vögel können dem Menschen in freier Wildbahn wirklich gefährlich werden. Zwar verteidigen viele ihr Nest und ihre Jungen mit aller Kraft auch gegen viel größere Feinde, aber dass ein Vogel einen Menschen tötet, ist nur vom Vogel Strauß, den Höckerschwänen und den Kasuaren bekannt.

Kasuare leben in Neuguinea und im Nordosten Australiens. Sie gehören zu den Laufvögeln und können nicht fliegen. Während andere Laufvögel wie Strauß oder Emu im offenen Gras leben, sind die Kasuare im Regenwald zu Hause.

Schutzhelm

Auffallend am Helmkasuar ist ein großes Gebilde auf seinem Kopf. Dieser "Helm" besteht aus einem Knochen, der mit einer Hornschicht überzogen ist. Der Helm schützt Kopf und Augen des Vogels, wenn er sich seinen Weg durch den dichten Urwald bahnt. Mit seiner Hilfe kann der Kasuar leichter Äste und Blätter zur Seite schieben.

Kopf und Hals des Helmkasuars sind leuchtend blau. Am Hals baumeln rote Hautlappen. Die schwarzen Federn des Vogels sind so fein, dass sie wie ein Fell aussehen.

Die Gefährlichkeit des Vogels hängt mit seinen Füßen zusammen. An einer Zehe jedes Fußes hat er eine bis zu zwölf Zentimeter lange Kralle. Wenn sich der Kasuar bedroht fühlt, springt er in die Höhe und stößt mit diesem "Dolch" zu. Die scharfen Krallen können einen Menschen aufschlitzen und töten. Droht keine Gefahr, ist der Kasuar ein scheues und friedliches Tier, das sich von Früchten und Insekten ernährt.

Brüten ist Männersache


Kasuare bauen ihr Nest aus Pflanzenmaterial am Waldboden. Dort legt das Weibchen drei bis fünf blassgrüne Eier, fast so groß wie Straußeneier. Den Rest überlässt es dem Männchen. Das brütet die Eier aus und umsorgt auch nach dem Schlüpfen seine Jungen, bis sie nach etwa neun Monaten selbstständig sind.

In der Heimat der Kasuare, dem australischen Queensland, warnen Schilder vor der Begegnung mit den gefährlichen Vögeln. Doch es soll nur mehr 1500 Exemplare in den australischen Wäldern geben. Zu sehr ist ihr Lebensraum schon zerstört worden. Dabei sind die Vögel sehr wichtig für die Verbreitung von Pflanzensamen im Urwald. Die Samen, die mit den Früchten verschluckt werden, werden unbeschädigt wieder ausgeschieden. So verbreitet der Kasuar über 70 Pflanzenarten im Urwald. Der Kasuar braucht also den Urwald, um zu überleben, aber auch der Urwald braucht den Kasuar.

Peter Meindl Kasuar

Artenzahl: drei Arten
Lebensraum: Nordostaustralien, Neuguinea
Größe: Helmkasuar bis 150 cm, Rückenhöhe 90 cm
Nahrung: Früchte, Kleintiere
Feinde: keine Bedrohung
Artenschutz: stark gefährdet durch die Zerstörung seines Lebensraums

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