Schuften für H&M, adidas & Co.
Man kann mit dem Tragen von T-Shirts viel mehr Geld verdienen als mit dem Nähen dieser Leibchen. Sportunternehmen geben riesige Summen für Sponsorverträge aus: Das heißt, Sportler erhalten sehr viel Geld, wenn diese ein T-Shirt etwa von adidas oder Nike tragen. Die chinesische Näherinnen, die diese Produkte herstellen, bekommen einen durchschnittlichen Stundenlohn von nur einem Euro.
Im Vorfeld der Olympischen Spiele in London wurden Arbeiter und Arbeiterinnen in China, Sri Lanka und auf den Philippinen über ihre Situation befragt. Sie nähen die Sportbekleidung für Marken wie adidas, New Balance, Nike oder Speedo.
Hungerlöhne, viele Überstunden und gesundheitsgefährdende Arbeitsbedingungen stehen an der Tagesordnung. Die Frauen und Männer wagen aber nicht, dagegen zu protestieren, da sie sonst ihren Job verlieren könnten.
In einer chinesischen Fabrik müssen die Leute von acht Uhr früh bis zehn Uhr abends arbeiten. Als eine Arbeiterin bei einer Betriebskontrolle von den langen Arbeitszeiten erzählte, wurde sie entlassen. Auf den Philippinen wurden Arbeiter, weil sie miteinander während der Arbeit gesprochen hatten.
„Geld ist nicht das Problem der internationalen Markenfirmen. Es wird aber auf unfaire Art und Weise verteilt. Unternehmen investieren das Maximum in die Präsentation der Marke, jedoch das Minimum in die Produktion der Ware. Für die Näherinnen und Näher bedeutet das ein Leben in Armut, trotz täglicher Schufterei“ empört sich Michaela Königshofer, Leiterin der Clean Clothes Kampagne (CCK). Die CCK setzt sich für faire Arbeitsbedingungen in der Bekleidungs- und Sportartikelproduktion ein.
Auch die Näherinnen für große Modeketten wie H&M müssen um einen Hungerlohn arbeiten. Dazu ein interessantes Video für euch www.youtube.com/watch?v=wH-z_38jhwk&feature=related.
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