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Schreibwerkstatt

Schreibwerkstatt © Schreibwerkstatt © Schreibwerkstatt ©
Hier findet ihr Gedichte von 20 Schüler/-innen der 4. Klassen der Sporthauptschule Weiz. Die Texte sind in einer dreitägigen Schreibwerkstatt mit der Weizer Autorin Andrea Sailer entstanden ...

Engelsgedicht

Ein Engel braucht eine Therapie,
für die Fantasie.
Zyklopen, Einhörner und mehr Fabelwesen
kann er sehen, wenn er ist genesen.

Er reitet auf Einhörnern in der Nacht,
solange - bis es kracht.
Und wenn die Leute über ihn lachen
und sagen, das musst du doch besser machen,
dann lächelt der Engel der Fantasie
und schmunzelt über seine Therapie.

Ein Engel braucht eine Therapie,
das ist der Engel der Fantasie.
Er hilft den Zyklopen zu gehen
und einäugig alles zu sehen.
Und wenn er ist müde und atemlos,
dann legt er seinen Kopf in den Schoß.

Matthias Puschl

Bibliothek

Weißt du, was die Bibliothek ist?
Ein großer Saal,
mit vielen Regalen,
für viele eine Qual,
für andere eine große Wahl.
Weißt du, wie die Leute lesen?
Viele lesen seitenweise,
manche lesen nichts,
so gehen sie auf Entdeckungsreise,
und das aber fix.
Weißt du, wie es drinnen ist?
Der Saal, der füllt sich immer mehr,
Die Kinder aufgeregt vereint,
am Abend ist er wieder leer,
und der Bücherwurm, der weint.

Amar Bajric und Daniel Schuh

Aus dem Lesetagebuch

Gut gelesen
gut gesprochen
und dann im Tagebuch verkrochen
aufgeschlagen
nachgelesen
gleich gewusst, worum es geht

Mein Tagebuch muss her
beim Erzählen tu‘ ich mir schwer
ist ein großes Geheimnis
versteck es unter dem Kissen
aber du sollst wissen
in der Fantasie ist alles schön

Anja Nistelberger

Der gebildete Wolf

Eines Tages im Wald
saß eine Gestalt.
Es war ein Wolf
namens Rolf.
Sein Fell war voll mit roten Fleckchen
Und in der Hand hielt er das Buch „Rotkäppchen“.
Sechs Hasen saßen auf dem Gras
Und hörten dem Wolf zu, wie er las.

Matthias Puschl und Daniel Wagner

Erlebnis Lesen

ein spannendes Buch
ein realistisches Buch
beide sind traumhaft

Matthias Puschl

Ein Augenblick mit einem Buch

Einen Augenblick
Eine Seite durchlesen
Den Inhalt wissen

Matthias Puschl

Lesebuch

aufgeschlagen
nachgeschlagen
jetzt weiß ich, worum es geht.
vorgelesen
laut gelacht
großen Spaß gehabt.

Von Zeile zu Zeile
mehr Lust gehabt
jetzt gefällt es mir schon sehr gut.

Lesen machte mir schon so oft großen Spaß
dass ich ein Buch nach dem anderen fraß.

Vanessa Steinbauer

BÜCHER

Bücher sind dick
haben viele Seiten
die kann man umblättern
und neue Welten beschreiten.
Bücher haben viele Wörter
viel zum Lesen, viel zum Denken
die Gedanken in neue Welten lenken
deswegen will ich dir eines schenken.

Bücher haben Autoren
Die sie schreiben
Und die damit angeben
Wenn sie erfolgreich bleiben.

Wenn ich lese, dann schlafe ich besser.
Wenn ich lese, dann verfliegt die Zeit.
Wenn ich lese, dann erzähle ich das Gelesene.
Wenn ich lese, dann träume ich davon.
Wenn ich lese, dann stärke ich meinen Wortschatz.

Andreas Höfler

Der Leseengel

Der Leseengel ist ein tolles Wesen,
der uns Mut macht für das Lesen.

Ein Leseengel, der dicke Bücher liebt,
der beim Lesen auf einer Wolke liegt.
Ein fantasievoller Engel träumt am Tag,
von Büchern, die er gerne mag.

Der Leseengel ist ein tolles Wesen,
der uns Mut macht für das Lesen.

Der Engel will uns sagen,
wir sollen das Lesen wagen.
Du kannst lesen, was du willst,
Hauptsache es hilft.

Der Leseengel ist ein tolles Wesen,
der uns Mut macht für das Lesen.

Bianca Mautner

Der Engel der Fantasie

Ein Engel langweilt sich nie,
denn er hat sehr viel Fantasie.
Hirsch, Reh und andere Wesen
können nicht lesen.

Er reitet mit der Katze,
und streichelt seine Glatze.

Auch wenn die Leute was sagen,
und über ihn lachen,
hört er nicht zu,
lässt sie einfach in Ruh.

Daniel Wagner

Buch

Buch: spannend, lustig,
fantasievoll, traurig

Und Buch: Sachbücher, Romane,
Märchen, Kurzgeschichten

Und Buch: aufregend, fürchterlich,
schrecklich, langweilig

Und Buch: Dramatik, Epik,
Lyrik

Und Buch: Lesen, schmökern,
lernen, informieren

Und Buch: gut aufbewahren,
pflegen, guter Umgang

Erst alles zusammen ist ein richtiges Buch.

Carina Hofbauer

Texte

Sie sind so lange Texte
Große kleine Buchstaben
Auch lange sind dabei
Sinn müssen sie haben

Sind auch kurze Texte
Wenig Buchstaben drinnen
Meist in Gedichten
Manchmal auch in der Suppe drinnen

Sie stehen in Heften, Telefonbüchern
Eigentlich steht überall ein Text
Sie sind auch komisch, lustig, witzig
Manchmal nahezu verhext

Es gibt uncoole
Aber auch heiße
Es gibt fade
Manchmal sind sie scheiße

Sie gibt es in Zeitungen
und Zeitschriften
in Anzeigen
wo sie Beziehungen stiften.

Sportliche sind cool
manche handeln von ner’ Brücke
Es gibt altmodische
bei denen ich auszucke!

Lese nicht wie jemand, den es nicht interessiert.

Christian Laubreuter

Bibliothek

Weißt du, was in der Bibliothek geschieht?
Bücher werden ins Regal gestellt.
Wenn der Bibliothekar Bücher verschiebt
und die Bücherwürmer quält.

Weißt du, wie die Bibliothek klingt ?
Nach unheimlicher Stille,
die den Raum durchdringt,
wenn jemand sein Buch nicht zurückbringt?

Weißt du, wie die Bibliothek riecht ?
Nach längst vergangenen Zeiten
oder nach einem alten Gedicht?
Nach anderen Wirklichkeiten?

Daniel Schuh

Bücher

Bücher liegen
Überall
Auf einem Nachtkästchen
Im Regal
In einer Kiste
Am Boden
Im Papierkorp
In der Bibliothek
Neben meinem Bett
Überall!
Ihnen ist‘s egal
denn sie
stehen im Regal.

Fabian Neuhold

Bücher

Bücher stehen
überall
In Regalen
In Schränken
In Geschäften
Im Kopf
Neben dem Bett
Unter dem Bett
Am Dachboden
In der Bibliothek
überall!
Büchern selbst ist's egal
besonders denen im Regal!

Simon Kalcher

Ansprache eines Bücherwurms

Der Kakerlak nährt sich vom Mist, bevor der Wurm ihn frisst.
Die Motte frisst gerne Tücher, ich lese gerne Bücher.

Simon Kalcher

Fabian, der Bücherhasser

Ich würde gern auf Bücher scheißen
und sie dann zerreißen.
Über Bücher will ich motzen,
denn ich finde sie zum Kotzen.

Wenn ich in der Schule Bücher lesen muss,
lese ich sie nie bis zum Schluss.
Bücher sind ein Dreck,
drum schmeiß ich sie gern weg.

Lesen find ich überhaupt nicht gut,
ich werde schnell zornig,
bei Büchern komm ich schnell in Wut.

Ich spiele lieber mit einem Ball.
Das ist viel lustiger, und spannender
als ein Buch auf jeden Fall.

Fabian Neuhold

Buchstaben

sind groß und klein
wenn man sie braucht
fallen sie einem manchmal nicht ein

sind fett oder kursiv
lasst mich doch in Ruh,
sonst wird‘ ich explosiv

ergeben zusammen ein Wort, einen Text
bei der Schularbeit
sind sie oft wie verhext

sind A oder B
doch wenn es drauf ankommt
hilft auch das Format-C

sind überall zu sehen
doch es ist eine Kunst
man muss sie auch verstehen

sind, und das ist das Ziel
zu lesen und zu schreiben:
Aber manchmal wird’s mir zu viel.

Heiko Rieger

Frau mit Motte

Es war einmal vor langer Zeit
eine Frau, die wär so gern zu zweit.
Sie ging zum Tierheim Lotte,
dort kaufte sie sich eine Riesenmotte.
Das brachte der alten Dame viel Heiterkeit.

Es war einmal ein Junge namens Fritz,
ihn traf der Blitz.
Er wurde zum Bücherwurm
und hatte einen Turm.
Doch das war nur ein Witz.

Lea Schreck

Ansprache eines Bücherwurms

Der Kakerlak nährt sich vom Mist,
die Motte frisst gern Tücher,
ja selbst der Wurm ist, was er isst.
Und ich, ich fresse Bücher.

Der Kuckuck schaut sich mal um,
der Papagei hat prächtige Farben,
und auch die Fliege ist nicht dumm,
sogar der Maulwurf will Bücher haben.

Die Wale würden gerne lesen,
selbst Krebse werden Bücher ehren,
alle sind intelligente Wesen
und leben nicht ausschließlich in den Meeren.

Die Biene macht summ summ,
das Stinktier schaut sich Bilder an
und kramt in vielen Büchern rum.
Mal sehen, ob eins auch stinken kann?!

Marc Gartner

Aus dem Dichtertagebuch

aufgewacht
nachgedacht
mit dem Bleistift aufgeschrieben

nachgelesen
im Reich der Fantasie gewesen

vorgelesen
viel gelacht
den Kindern eine Freude gemacht

vorgelesen
viel geweint
schließlich doch anders gemeint

soll es vielleicht doch so sein,
dass Bücher nicht für mich zu schreiben sind?

Melanie Grundmann

Innen sind deine Augen Fenster

Innen sind deine Augen Fenster.
Auf dem Weg, den du gehst,
aber schaust du nur geradeaus.
Innen ist die Liebe,
die du immer und jeden Tag brauchst,
um glücklich zu leben.
Innen ist das Herz,
auf das du hörst,
es bringt dich fast immer auf den richtigen Weg.
Das Glück wird dich nicht immer begleiten,
wenn du es wirklich willst, musst du etwas dafür tun.
Innen ist dein Mund,
der deine Gedanken ausspricht.
Innen bist du vielleicht ganz lieb und brav,
doch – wenn du nicht zu Hause bist,
willst du dazu gehören,
willst du machen, was andere sagen.
Lass es, es macht dich kaputt.
Innen sind deine Füße nie unterwegs,
sie suchen draußen den richtigen Weg.
Innen sind deine Knochen weich,
doch außen gibst du dich hart.

Melanie Grundmann

Bücher

Bücher sind so lang
so viele Seiten dran
kann man auch lesen
aber erst morgen dann

Sind so viele zu lesen
kommt man gar nicht zum Schluss
ist man überfordert
manchmal hilft ein romantischer Kuss

Gibt so viele Arten
Romane, Krimis und Thriller
mit spannenden Stellen
und schaurigem Killer

Es gibt dicke und dünne
manche sind auch spritzig
oder so richtig fad
oder volle Kanne witzig

Michael Schellnegger

Texte

Es gibt viele verschiedene Texte
mit vielen Sätzen
man kann sie schreiben
aber auch zerfetzen.

Texte stehen in Büchern
es gibt Geschichten
die zum Lesen sind
man kann sie auch dichten.

Texte schreibt man in der Schule
Texte sind oft lang
Texte gehören zu Liedern
die oft auch jemand sang.

Die Wunder von Texten
die viele nicht sehen
und wenn sie wo hängen
einfach weitergehn.

Texte sind sehr vielseitig
man kann sie schreiben
einfach ist nichts
andere tun sich leicht
manche haben Angst, dass ihnen das Hirn zerbricht

Autoren schreiben Texte in Büchern
sie haben ein genaues Ziel
aber oft ist es hart
und wird einem zu viel.

In der Schule schreibt man viele Texte
manche kennen sich gar nicht aus
manche finden es schön
manche hauen die Texte zum Fenster hinaus

Peter Entfellner

Am einunddreißigsten Februar

Am einunddreißigsten Februar
wird schwarze Tinte wie Wasser klar.
Die Schnecken gewinnen gegen die Hasen,
beim Schachspielen in der Gasen.
Das grüne Hemd ist blau wie der Himmel,
an der Wand ist ein wiehernder Schimmel.
Ich gehe einkaufen zum Hofer,
beim Skispringen gewinnt der Kofler.

Michael Schellnegger

Deutschstunde

Literatur ist verwirrend
Dichter sind unter uns

Schriftsteller müssen schrifteln können
Geschichten haben ein Ende

Gedichte dürfen sich reimen
Texte können auch kurz sein

Bücher sind klein oder groß
Buchstaben haben Ecken und Kanten

Sätze sollen Sinn ergeben
Beistriche werden oft vergessen

Grammatik ist nicht mein Ding
Rechtschreibung soll vernünftig sein

Schreiben kann ICH gut

Simon Kalcher

Tagträume

Vogelgezwitscher
ein wundervolles Leben
einfach fantastisch

Matthias Puschl

Im Ei

Wir leben im Ei.
Die Innenseite der Schale
haben wir schon gesehen.
Wer uns auch ausbrütet,
wir wollen raus,
wir halten es nicht mehr aus,
es ist hier drin ein Graus.
Wann schlüpfen wir aus?
Wann geht es endlich los?

Und wenn wir nicht bebrütet werden?
Dann werden wir unerkannt und unbetrauert sterben.

Michael Schellnegger

Mein Leben, aufgeteilt

Ein Stück Leben geb´ ich dir
Ein bisschen zum Nachdenken geb´ ich dir
Etwas zum Lernen
Eine Handvoll vom Wissen
Zu viel Verzweiflung
Zu wenig Liebe
Als Vorrat etwas Reue
Zwischendurch eine Krankheit
Ganz am Rande eine Genesung
Und ein Stück Zuneigung
Und den Tod geb´ ich dir ´leider auch
Matthias Puschl

Kindheit

Als ich geboren wurde
Als ich getauft wurde
Als ich meinen Namen erhielt

Als alle dabei waren
Als keiner fehlen wollte
Als ich älter wurde

Als wir draußen spielten
Als Vater viel Spaß mit mir hatte
Als Mutter gut für mich sorgte

Als jeder in die Schule ging
Als niemand nach Hause wollte
Als alle lachend und glücklich waren

Damals war es schön

Alexander Mauthner

Buchstaben

Sind so Kleinbuchstaben
Sie sind winzig klein
Man soll sie richtig schreiben
Können richtig sein

Sind so Großbuchstaben
Am Anfang von einem Wort
Diese Wörter nennt man Nomen
Kuss ist eines, auch Tort‘

So sind Texte
Wörter werden hintereinander gereiht
Es gibt Leute, die machen Fehler
Was man ihnen nicht immer verzeiht

Buchstaben sind oft im Text zu sehen
Du musst vieles wissen
Um den Text zu verstehen

Bei der Schularbeit ist das Ziel
So viele Wörter wie möglich zu schreiben
Doch es werden oft zu viele

Alexander Mauthner

Stationen. Meine Geschichte

Vor zwölf Jahren war ich eins
Vor elf Jahren dann zwei
Vor zehn Jahren drei
Vor neun Jahren vier
Vor acht Jahren fünf
Vor sieben Jahren sechs
Vor sechs Jahren sieben
Vor fünf Jahren acht
Vor vier Jahren neun
Vor drei Jahren zehn
Vor zwei Jahren elf
Vor einem Jahr zwölf

Heuer bin ich dreizehn
In zehn Jahren bin ich dreiundzwanzig
Dann habe ich bestimmt schon ein Auto
Später – will ich heiraten
Irgendwann habe ich dann Kinder

Aber heute habe ich nur Schmetterlinge im Bauch

Christian Laubreuter

Wo lernen wir?

Wo lernen wir leben
Und wo lernen wir sterben?

Wo lernen wir klug genug zu sein,
dass unser Gesicht im Rampenlicht nicht verblasst?
Und wo lernen wir die Gaben
fürs Lesen und fürs Fragen?

Wo lernen wir
uns gegen jede Grausamkeit zu wehren,
die uns immer wieder in die Wirklichkeit holt?

Lernen wir, um zu wissen?
Oder um zu vergessen?

Wer bringt uns das Leben bei?
Mutter, Vater oder Gott?
Das weiß keiner so genau.

Amar Bajric

Abenteuer Alltag

In der Früh, wenn die Glocken läuten,
und jeder blöd herumrennt,
und wo ich noch gepennt,
laufen die Jäger und holen große Beute.
Die Jäger gehen jagen.
Die Bettler heut sich plagen.

Die Kinder gehen in die Schule.
Die Väter sind nicht alles Coole.
Die Jäger die Pistole laden.
Die Kinder gehen lieber baden.

Die Mütter kein Vertrauen mehr haben
Die Jäger ein Kaninchen schießen
Die Kinder sich im Bad begießen
Die Mütter sich vor Gram erschießen.

Christian Laubreuter

Sprachlos?

Karl hat ein schweres Los,
denn er ist sprachlos.
Sprachlos sein, das ist nicht cool,
das sieht man ihm an, denn er ist ne Null!

Er hat ein wirklich hartes Leben,
er muss um wirklich alles streben.
Auf der Uni hat er endlich Mut,
da geht es ihm sehr gut.

Dort ist er Lehrer für die Zeichensprache,
das ist wirklich eine tolle Sache.

Amar Bajric

Die ganze Welt

Sind so viele Menschen
Haben alle was Besonderes

Sind so viele Länder
Haben viele Bräuche

Sind so viele Grenzen
Zum Überschreiten

Sind so viele Sprachen
Nicht zu verstehen

Sind so fremde Stimmen
noch nie gehört

Sind so breite Flüsse
Zum Waschen gebraucht

Sind so hohe Bäume
Kann die Spitze nicht sehen

Sind so viele Tiere
Kennt man sie kaum

Sind so große Berge
Kaum zu besteigen

Sind so weite Meere
Zum Überqueren

Sind so viele Blumen
Atemberaubend schön

Bianca Mautner

Zeit – Zeilen

Rechtzeitig aufstehen ist wichtig.
Zu früh aufstehen ist ungesund.
Zu spät aufstehen ist ungünstig.
Immer früh aufstehen ist sehr anstrengend.
Immer nur schlafen ist nicht gut.
Manchmal den Bus nicht erwischen, kein Problem.
Gelegentlich nicht aufstehen wollen - ist normal.
Gerade noch rechtzeitig aufgestanden.
Im letzten Moment den Bus erwischt.
Später selbst mit dem Auto fahren.
Irgendwann einen Unfall bauen.
Eines Tages wieder mit dem Bus fahren
Von Zeit zu Zeit müde werden.
Jetzt schlafen gehen.

Christian Laubreuter

Die Zeit

dient
für die Ewigkeit
dient
für die Veränderung
Alles wandelt sich
Gestern
Heute
Morgen
Irgendwann

Das vergessen,
was geschieht?
Im Gedächtnis
behalten?

Für immer leben
ist unmöglich.
Später, viel später
ist das Leben ein Qual.
Zeitlos
ist gar nichts.
Nur der Augenblick
ist wertvoll.

Daniel Schuh

Steigerungen

Aus auf wird ab
Aus komm wird geh
Aus sitz wird steh
Aus oben wird unten
Aus weiß wird schwarz
Aus hell wird dunkel
Aus groß wird klein
Aus waagrecht wird senkrecht
Aus kalt wird warm
Aus süß wird sauer
Aus Wasser wird Eis
Aus dick wird dünn
Aus nass wird trocken
Aus hässlich wird schön
Aus ich wird du
Aus du wird ich
Aus einsam wird gemeinsam

Daniel Wagner

Rätsel

Kennst du den Ort,
wo es stets gut riecht?
Dir die Taube in die Hand fliegt?
Wo Masken in den Schaufenstern liegen?
Wo sich Fische in jeder Ecke wiegen?
Wo Chinesen ihre Fotos machen
und Kinder gerne lachen?
Wo Oma mit der Gondel einkaufen geht?
Wo man kein einziges Wort versteht,
und keiner dir den Weg kann zeigen,
wirst du in der Hitze leiden.
Kennst du den Ort? Oh, Fremdling sprich!!
Du kennst ihn nicht? - Nun, aber ich!

Lea Schreck

Geöffneter Schrank

Unten stehen die Schuhe.
Sie fürchten sich vor der Nässe,
auf dem Heimweg regnet es.
Sie laufen in den Schrank hinein
und schauen ängstlich heraus,
ein Schnürsenkel fehlt.

Marc Gartner

Lea Größenverhältnisse

Gedanken
sind groß wie ein Haus
und klein wie eine Maus

Träume
sind leicht wie eine Feder
und schwer wie ein dicker Hund

Die Zeit
ist so langsam wie eine Schnecke
und so schnell wie ein Blitz

Die Erde
ist so heiß wie Feuer
und so kalt wie ewiges Eis

Der Mensch
ist so nützlich wie eine Heizung – wenn es kalt ist –
und so schädlich wie deren Abgase

Das Leben
ist so lang wie tausend und eine Nacht
und so kurz wie ein Moment

Der Augenblick
ist einzigartig
und so vielfältig

Lea Schreck

Fragen, nichts als Fragen

Kennst du das Land, wo Luca Toni lebt?
Wo man Käse auf die Pizza legt?
Und es gibt Pasta jeden Tag,
die natürlich jeder mag.
Wein gibt´s auch,
den man trinkt mit Trichter und Schlauch?
Wo Männer braungebrannt
gehen auf und ab am Strand?
Urlaub machen viele dort,
an diesem ganz bestimmten Ort?
Kennst du den Ort? O, Fremdling sprich!!
Du kennst ihn nicht?- Nun, aber ich!

Heiko Rieger

Was brauchst du zum Leben?

Was brauchst du zum Leben
einen Freund
ein Haus
und eine Familie
du brauchst Geld
und Spaß
und dazu auch ein bisschen Gras
und vielleicht einen Job
und manchmal ein Lächeln
du brauchst Essen
und Getränke
und Hobbys auch
denn ohne das alles kommst du nicht aus

Heiko Rieger

D wie Denker – D wie Deutsch

Die Denker denken doch,
dass dumme Dichter denken,
deswegen denken doch die Denker.
Denker dürfen denken,
damit dein Doofkopf dann denkt,
denk daran, dass dein Doofkopf denken darf,
damit du Deutsch durch deinen Doofkopf durchbringst.

Marc Gartner

Sehnsucht

Ein Huhn und eine Henne
saßen auf der Bank
und waren vor Liebe krank.
Am Boden kroch die Schnecke daher
und sagte: “Das ist gar nicht fair!
Ich bin allein. Will mich wer?“

Matthias Puschl und Daniel Wagner

Liebe & Herz

Geliebt zu werden,
ist das schönste Gefühl,
das man haben kann.
Es bedeutet einen Menschen sehr viel,
ob Frau oder Mann.
Wenn man ihn/sie gefunden hat,
ist man nicht mehr ein einsames Blatt.
Die Liebe siegt nur,
wenn man sie gerade biegt.
Der Ring bedeutet Zusammenhalt,
bald ist es so weit.
Denn das Herz bedeutet, dass man wirklich liebt.

Anja Nistelberger, Melanie Grundmann

Rätsel für Spezialisten

Kennst du das Auto,
das ca. 800 PS hat?
Das rot und sehr breit und mit
einem Bi- Turbo ausgestattet ist?
Welches Keramikbremsen
und 18 Zoll Reifen hat?
Kennst du es?

Daniel Wagner

 Hier findest du noch weitere Gedichte der HS Weiz:

Limericks

Parodie

Sonett

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