Dominic Thiem/©PicturedeskIm Match gegen den Argentinier Juan Manuel del Potro, in dem es um den Aufstieg unter die letzten Acht ging, musste er beim Stand von 3:6 und 2:3 gegen sich wegen einer Knieverletzung aufgeben.

Die Kniegelenke, das Schultergelenk des Schlagarms und das Gelenk der Schlaghand werden beim Tennis am meisten belastet. Verletzungen betreffen fast immer diesen Bereich.

Del Potro, der US-Open-Sieger von 2009, war selbst durch eine Handgelenksverletzung, die zwei mal operiert werden musste, durch Monate außer Gefecht und ist erst seit kurzem wieder auf die Tour zurückgekehrt. Er hat freilich schon wieder seine alte Leistungsstärke erreicht: Bei den Olympischen Spielen schlug er den Weltranglisten-Führenden Novak Djokovic, danach auch Rafael Nadal und unterlag erst im Finale Andy Murray. In Madrid hatte er zuvor auch Dominic Thiem mit 7:6 und 6:3 besiegt.

In New York schien das Match jedoch offener. Thiem hatte zwar den ersten Satz verloren und lag auch im zweiten mit einem Aufschlagverlust zurück, aber das war ihm auch bei zwei vergangenen Matches passiert, aber er hatte sie dennoch in fünf Sätzen gewonnen,

Denn er zählt zu den Spielern mit der besten Kondition und bei den US-Open wird – anders als in Madrid – auf drei gewonnene Sätze gespielt.

Doch Thiems Knie spielte nicht mit. Er hatte sich bei den langen vergangenen Matches eine Blase am rechten Fuß zugezogen und das verursachte vermutlich eine leichte Fehlhaltung beim Auftreten, die sich aufs Kniegelenk übertrug und zu einer Entzündung führte. „Er hatte Wasser im Knie“, sagte sein Trainer Günter Bresnik, „aber das sollte sich mit ein paar Tagen Ruhe geben“.

Hoffentlich hat er Recht.

TOPIC hat vor den US-Open mit Dominik ausführlich über seine Karriere, seinen Sport und seine Belastungen gesprochen.

Tennis:
„Ich bin am Platz groß geworden. Ständig habe ich einen Ball in der Hand gehabt oder mich mit Freunden im Zielschießen gemessen. Der Sport war von Geburt an
ein Teil von mir. Als ich noch jünger war, mussten mich meine Eltern am Abend vom Platz zerren.“

Tennis als „Kopfsache“:
„In der heutigen Tennisszene muss man mental immer stärker werden. Man muss sich der eigenen Stärken bewusst sein und Selbstvertrauen in sein Spiel haben. Dann kann man auch Größen wie Nadal ärgern.“

Training und Talent:
„Das Level im Tennis ist enorm gestiegen. Talent alleine reicht nicht, man muss stundenlang, Tausende Male ein und denselben Schlag üben, bis er einigermaßen sitzt. Erst wenn es zur Perfektionierung kommt, sind Talent und Ballgefühl gefragt. Ich selbst trainiere so, denn ich bin nie vollkommen zufrieden mit mir und meinen Schlägen. Unter der Woche habe ich Konditionstraining und stehe jeden Tag vier bis fünf Stunden am Platz.“

Seine Freundin Romana:
Beim TOPIC-Interview war Dominic noch Single: „Man kann sich keine Freundin suchen, sondert man findet sie, ganz unverhofft und plötzlich.“ Heute ist er in festen Händen: „Ich bin extrem froh, dass ich sie habe, und will in nächster Zeit nicht wirklich ohne sie sein. Sie fehlt mir extrem, wenn ich so lange weg bin.“

Die Schule:
„Die Balance zwischen Schule und Training zu halten war zeitweise eine Bürde, denn ich musste oft für mehrere Wochen auf Turniere fahren. Im Nachhinein alles aufzuholen war nicht immer leicht. Die Aufgaben nicht zu machen ging auch nicht, denn Günter war der Meinung, dass man eine gute Ausbildung haben muss. Dafür bin ich ihm jetzt noch dankbar.“

Seine Facebook-Seite:
„Ich reflektiere meine Leistungen immer gerne, ob gut oder schlecht. Ich bin sehr stolz auf meine Fangemeinde, denn durch sie kann ich mich oft noch weiterpushen. Sie sind sozusagen der zwölfte Mann am Feld. In Kitzbühel hat eines der Ballkinder, immer wenn es mir das Handtuch gebracht hat, gesagt: „Geht schon Domi, du packst das!“ Erlebnisse wie diese versüßen einem jedes Match, daher nehme ich mir auch gerne nachher etwas Zeit und versuche, meinen Fans per Facebook meinen Blickwinkel zu zeigen.“

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